Rassegeschichte

des

Cavalier King Charles Spaniel

     

 

 

 

 

 


 

                                                     

 

 

 

  

Der Cavalier King Charles Spaniel und der King Charles gehören zur großen Familie der Spaniels.

Der Cavalier King Charles Spaniel fand erste allgemeine Erwähnungen 1486 (Jullana Berner "The Book of St. Albans")

bzw. 1570 (Dr. John Caius "De Canibus Britannicus").

Der kleine Toy fand viele Anhänger am englischen Königshof. Es kann als sicher angesehen werden, dass die Wiege

der heutigen Cavaliere im höfischen England Charles I. und Charles II. lag.

Der Spaniel zählte zu den Lieblingshunden der Aristokratie und wurde von König Charles I. von England (1600-1649)

mit besonderen Privilegien ausgestattet. Charles II. (1630-1685) war wohl am meisten in diese Rasse vernarrt.

Er besaß eine große Anzahl dieser Hunde, die sich frei in den königlichen Palästen bewegen durften. Es wird berichtet,

dass Charles II. sich wesentlich mehr für seine Spaniels interessierte, als für die Staatsgeschäfte.

In Frankreich wurde er von Heinrich III. und von Ludwig XIV. besonders geschätzt.

 

Der Cavalier King Charles Spaniel, wie wir ihn heute kennen, hat eine lange und abwechslungsreiche Vergangenheit.

Zeitweise ging er unter in der Vielzahl der Toy-Rassen und war für einige Zeit von der Bildfläche verschwunden.

Der eigentliche Ursprung des Cavalier King Charles Spaniel ist unbekannt. Vermutlich stammt er von größeren Hunden

aus Spanien ab, die etwa im 9. Jahrhundert wegen ihrer guten Nasen in der Jagd eingesetzt wurden.

 

Ab dem 13. Jahrhundert tritt der Cavalier vermehrt in Erscheinung und man kann seine Entwicklung gut verfolgen, da er

auf den Werken berühmter Künstler der folgenden Epochen zu finden ist, zu denen Maler wie van Dyck, Tizian, oder der

viktorianische Maler Sir Edwin Landseer gehören.

    

  

 

    

Zahlreiche Gemälde aus dieser Zeit zeigen kleine Spaniels, die Gruppen von Kindern begleiten, auf dem Schoß adeliger Damen

sitzen oder an den Rändern von Bildern auftauchen, die das Familienleben an Königshöfen in Europa darstellen.

Dem King Charles Spaniel ging es in den Palästen der Aristokratie ziemlich gut, bis sich diese für einen Neuankömmling mit

platter Nase zu interessieren begann. Das war der Mops. Durch Kreuzungen mit diesem plötzlich aufgetauchten Hund, sowie mit Pekinesen wurde die Physiognomie des King Charles vollkommen verändert. Der King Charles Spaniel hatte

nun ein kurzes Gesicht mit einer Stupsnase und einen gewölbten Schädel. Lange Zeit waren kleine Spaniels mit flachen Gesichtern und gewölbtem Schädel (die heutigen King Charles Spaniel) sehr beliebt, während der ältere, langnasige Typ so gut wie ausgestorben war.

 

Doch 1926 setzte der amerikanische Hundefreund Roswell Eldridge anlässlich der Cruft`s Hundeschau (älteste und größte Hundeausstellung Englands) den beachtlichen Preis von je 25 Pfund für die Rückzüchtung eines Rüden und einer

Hündin des ursprünglichen Typs aus. 

Wohl bekanntester Gewinner der Prämie war "Ann`s Son", der den Preis gleich dreimal in Folge gewinnen konnte und heute

noch als Stammvater der Rasse gilt. Im Jahre 1928 wurde ein Club zur Förderung dieses Hundes gegründet und ein

Rassestandard erstellt.

Es wurde beschlossen, diesen Hund mit den Merkmalen der alten Rasse Cavalier King Charles Spaniel zu nennen. 

 

Seither hat die Beliebtheit dieses munteren kleinen Hundes ständig zugenommen und in Großbritannien, Schweden und

Holland  zählte er jahrelang zu den zehn beliebtesten Rassen.

  

 

Ein kleiner roter Punkt

 

Der Herzog von Marlborough, Züchter von Schoßhund-Spaniels, führte 1704 die englischen und holländischen

Armeen in der Schlacht von Blindheim (Englisch: Blenheim).

Seine Frau Sarah wartete zu Hause in England besorgt auf Nachrichten von ihrem Mann. Auf ihrem Schoß saß ihre

kleine, tragende, rotweiße Spaniel-Hündin und leistete ihrer Herrin Beistand - was Spaniels ja besonders gut können.

Voller Nervosität streichelte die Herzogin mit dem Daumen unablässig ihren Hund oben am Kopf.

Endlich kam gute Nachricht - der Herzog hatte den Sieg davongetragen!

Als die Hündin ihre fünf Jungen zur Welt brachte, hatte jeder Welpe auf dem Kopf einen roten Punkt, der wie ein

Daumenabdruck aussah. Dieses kastanienrote Abzeichen wurde als Blenheim Spot bekannt und wird heute von Züchtern

sehr geschätzt.  

 

 

 

  

         

 (Quelle: Kynos Verlag/Cavalier King Charles Spaniel)

(Quelle: The DOG Collection)

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